Malediven – die Menschen und ihre Kultur

Die Menschen auf den Malediven haben keine gemeinsame Vergangenheit. Denn sie stammen aus verschiedenen Ländern und haben nach und nach von sich aus die Inseln der Malediven besiedelt. Wer also Malediven Ferien macht, der könnte, wenn das die Regierung zulassen würde, auf einen bunten Mix aus verschiedenen Kulturen treffen – und zwar auf Menschen, die aus dem singhalesischen, arabischen, malaiischen und afrikanischen Einflussbereich stammen. Das heißt also, dass es den „typischen“ Malediver nicht gibt. Doch die meisten Menschen fühlen sich auf den Malediven schon lange heimisch und leben hier schließlich schon seit Generationen. Sie haben meist hellbraune Haut und eine zierliche Statur.
Die Menschen auf den Malediven sind alles sehr gastfreundlich und lachen gerne. Dabei wird eines immer ganz hoch gehalten – der islamische Glaube. Das bedeutet auch, dass es bei den Geschlechtern eine Rangordnung gibt.

Foto: H. Hoppe  / pixelio.de
Foto: H. Hoppe / pixelio.de


Maledivische Gelassenheit

Wie die Südeuropäer, so sind auch die Menschen auf den Malediven ein eher gemächliches Volk. Die Malediver haben dabei einen beliebten Ausdruck dafür, wenn sie etwas eher gelassen ansehen – “Insha’Alla”, was so viel bedeutet wie “So Gott will”. Die Einheimischen leben auf 202 Inseln der Malediven – auf jeder Insel je nach Größe zwischen 200 und 6000 Menschen. Viele junge Menschen zieht es heute in die Hauptstadt der Insel, nach Malé. Dort gibt es bessere Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, als auf den Inseln. Dort bleiben meist die alten und kranken Menschen zurück. Das Phänomen „Landflucht“ gibt es also auch auf den Malediven. Touristen ist der Zutritt zu den Einheimischen-Insel strikt verboten.

Der Islam – die Religion der Inselbewohner

Die Einheimischen, die auf den Resortinseln arbeiten, müssen diese am Abend wieder verlassen. Grund dafür ist der Islam – die Religion der Menschen auf den Malediven. Diese Religion nahmen die Inselbewohner etwa im 16. Jahrhundert an. Die Regierung achtet dabei streng darauf, dass alle Riten eingehalten werden können durch die Bewohner. Die Staatsreligion hat auch dazu beigetragen, dass die Touristen kaum etwas – meist gar nichts – von der eigentlichen Kultur der Malediven mitbekommen. Wer wirklich etwas erfahren möchte, der muss schon in der Hauptstadt ein Museum besuchen. Und auch dort wird Geschichte nur unter dem Gesichtspunkt des Islam dargestellt.

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